Prozesse

Die Prozesse um das Projekt „Zukunftsstadt Gransee 2030+“ gründen auf einer breit angelegten öffentlichen Diskussion und Beteiligung.

Damit setzt sich erkennbar fort, was schon zuvor mit dem partizipativen Stadtgestaltungsprozess „Wo(hl)fühlen in Gransee“ und der Arbeit am integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) von Bürgern und Verwaltung gemeinsam verwirklicht wurde. So hatten die Bürger damals mit großem Interesse Themen diskutiert, welche die weitere Stadtplanung betrafen: die Zukunft des Bahnhofsareals, die Gestaltung von Freiflächen, die Einbeziehung des Geronsees oder die Belebung der Innenstadt. Daraus wurden Handlungsschwerpunkte der Verwaltung abgeleitet und aufgegriffen. Neue Konzepte für die Entwicklung von Spielplatz und Friedhof wurden in Auftrag gegeben und der Platz der Jugend als wichtigste Parkanlage und Visitenkarte der Stadt aufgewertet. Auch der Ausbau des Radwegenetzes und das Projekt der Einrichtung eines Gesundheitszentrums sind Ergebnisse der gemeinsamen Planung mit den Bürgern.

Mit der Teilnahme am Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030+“ bot sich nun die Möglichkeit, neben allen Granseern auch die Bürger der anderen Gemeinden des Amtes in den Diskurs zur Daseinsvorsorge einzubeziehen. Dabei ließ sich auch die besondere Funktion der Stadt Gransee als Anker in der Region mit vielfältigen Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden beleuchten.

Wesentlich war dabei erneut die Anwendung des Bottom-Up-Prinzips mit dem Ziel, einen intensiven Austausch unter den Bewohnern der Stadt und der Gemeinden entstehen zu lassen. Trotz anfänglicher Skepsis entwickelten die Beteiligten in den Prozessen eine starke Dynamik. Eine breite Bereitschaft, sich mit der Lebenswirklichkeit kritisch auseinanderzusetzen, mitzudiskutieren und gemeinsame Ziele und Visionen zu entwickeln, wurde erlebbar. Auf diese Weise wuchs ein Bewusstsein für die Qualitäten des Lebens im ländlichen Raum verbunden mit einer hohen Wertschätzung. Zugleich ergab sich aber auch eine klare Wahrnehmung der hier anzutreffenden Defizite. Die Erkenntnis, dass die Zukunft in beiden Hinsichten gestaltbar ist, besonders wenn man sich jetzt um die richtigen Weichenstellungen kümmert, lässt alle Beteiligten hoch motiviert in die zweite Phase des Wettbewerbs starten.